Aufstellungsarbeit

Aufstellungsarbeit und Klang

Aufstellungsarbeit bezeichnet ein Verfahren, bei denen Personen stellvertretend für die Mitglieder eines Systems (z. B. Familie, Unternehmen, menschlicher Körper) einzeln positioniert und somit „aufgestellt“, werden. Dadurch können Zusammenhänge innerhalb des Systems räumlich visualisiert und wiederkehrende Muster und Beziehungskonstellationen aufgedeckt werden.

 

Grundlage für die Aufstellungsarbeit bildet die Annahme, dass in Systemen eine innere, loyale Verbundenheit existiert, die bewusst oder unbewusst auch generationsübergreifend wirkt. Durch die lösungsorientierte Aufstellungsarbeit können mögliche übernommene Muster oder auch Verstrickungen wahrgenommen und ein heilsamer Perspektivwechsel vollzogen werden. Die Stellvertreter*innen gehen über die „repräsentierende Wahrnehmung“ mit den aufgestellten systemrelevanten Personen oder Anteilen in Resonanz. Das bedeutet, dass die Repräsentant*innen in einer Aufstellung körperliche Wahrnehmungen und Gefühle spüren und benennen können, ohne Teil des Systems zu sein oder dieses zu kennen. Auch Begriffe wie „Quantenfeld“, „Morphisches Feld“ oder „Morphische Resonanz“ versuchen dieses Phänomen, in dem alles miteinander verbunden ist und alles mit allem kommunizieren kann, zu benennen.


Klangschalen sind in Aufstellungen wertvolle Begleiter und werden eingesetzt, um beispielsweise die Wahrnehmung zu stärken oder das System zu harmonisieren. In einer abschließenden Klangmeditation kann das in der Aufstellung Aufgezeigte weiterführend verinnerlicht werden.

 

 

Verwendete Literatur:

Wirth, R.: Familienaufstellungen als heilsamer Weg, unter: http://www.aufstellungstage.de/pdf/pm_renate_wirth_erklaert_die_aufstellungsarbeit.pdf (abgerufen am 05.04.2020)

Daimler, R.: Basics der systemischen Strukturaufstellungen. Eine Anleitung für Einsteiger und Fortgeschrittene, 2. Auflage. München: Kösel 2013